Montag, 15. August 2011

Blutabnahme: Quälereien ...

Mich beschäftigt gerade sehr, dass kürzlich nun schon
die zweite Blutentnahme, die ich monatlich während
der Therapie machen lassen muss, nicht funktioniert hat.
Ich hätte für diese Untersuchung im August
wieder zu einem Vertretungsarzt gehen sollen,
weil mein Interferon-Doc im wohlverdienten Sommerurlaub war.

Oder noch ist?!

Ich muss dringend in dessen Praxis anrufen und
die Ereignisse schildern:

alle möglichen Arztpraxen der Umgebung ab,
doch kein Arzt war bereit, mir
aus der Halsvene Blut abzunehmen.
Wieder einmal … !!

Dort angekommen, sagte mir die Ärztin jedoch,
sie würde nur dann im Hals Blut abnehmen,
wenn alle anderen Stellen nicht gehen würden.

Es war klar, dass sie bei mir in den
Armen und Beinen nichts finden würde;
aber sie bestand plötzlich darauf,
mir aus der Leiste das Blut abzunehmen …
Und der Gedanke daran war für mich der reinste Horror.

Ich brach schließlich in Tränen aus und
steigerte mich so in meine Angst hinein,
dass ich eine Panikattacke bekam.
Als ich die Ärztin flehentlich bat,
mich nicht in der Leiste, sondern im Hals zu stechen,
sagte sie nur, sie könne so nicht 'arbeiten',
wenn ich ihr kein Vertrauen entgegenbringen könne.
Das Schlimmste an der ganzen Situation war,
dass sie mir zu Beginn dieses Termins
klar gemacht hatte, dass sie sehr wohl
in der Lage sei, im Hals Blut abzunehmen.

War das ein Machtspielchen?
Ich war jedenfalls mit den Nerven herunter.

Es war nun klar, dass diese Ärztin hundertprozentig
zuerst in der Leiste stechen würde.
Da brach ich das Ganze ab, ich konnte nicht mehr.

Und obwohl mein Umfeld, vordergründig mein Partner
[und natürlich auch jeder behandelnde Arzt von mir] weiß,
dass ich Panikattacken habe und
psychisch derzeit extrem labil und angreifbar bin,
bekam ich später von meinem Partner zu hören,
ich hätte mich nicht so anstellen und
die Ärztin einfach machen lassen sollen.

*seufz*

So ist das, und es macht mich traurig.
Ganz abgesehen davon, dass die monatlichen
Blutentnahmen während dieser Therapie so wichtig sind.
Mein Partner sollte mich kennen und vor allem
sollte er wissen, wie sehr mich die Therapie
verändert hat.

Und Ärzte?
Sollten meiner Meinung nach sensibler sein.
Und kompetenter.
Mein Interferonarzt sagt z.B.,
dass es jeder Arzt können muss,
an den Hals zu gehen.
Das ist auch meine Auffassung:

Die haben das doch während ihrer Ausbildung
alle gelernt!!




Achso, eines noch ...
Ich überlege, meinen Blog wieder öffentlich zu machen,
in der Hoffnung, dass ich diesen Schritt nicht bereuen werde.

Ich speichere mir eure Emailadressen ab, falls irgendetwas
schief gehen respektive wieder wegen einer meiner Einträge
Behördenfuzzis vor der Tür stehen sollten
und ich doch wieder Leseberechtigungs-Einladungen
verschicken müsste ... !!

Liebe Grüße,
Eure




2 Kommentare:

  1. Vorneweg was zum Kommentarproblem: Wenn Du das Kommentarfenster als Pop-up-Fenster aufpoppen lässt ;), dann müsste das kommentieren immer funktionieren. Seit ich umgestellt habe, funzt es bei mir auch immer!

    Und jetzt zum Posting: Ich finde auch, dass sowohl die Ärztin, als auch Dein Partner hätten mehr Verständnis aufbrigen können. Bei der Ärztin denke ich allerdings, dass sie aufgrund ihres Jobs einfach abgestumpft ist. Leider!

    LG

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  2. Liebe Sarah,

    heute habe ich es erst geschafft Dich hier wieder besuchen zu kommen.

    Und schwups ist Deine Seite in einem neuem Design.

    Sag bloss, Du möchtest den Jakobsweg gehen. Darüber habe ich schon ganz oft nachgedacht und habe Bücher hier liegen. Vielleicht laufen wir ja mal zusammmen?

    Tja, was Deine Blutentnahme betrifft. Irgendwo sollte doch ein Arzt zu finden sein, der Dir da weiter hilft, Dich und Deine Ängste ernst nimmt. Zumal es so wichtig ist.

    Und wie toll es sich liest: 1 MONAT UND 2 WOCHEN

    Nicht mehr lang und Du hast es geschafft.

    ich denke ganz lieb an Dich Sarah und GGLG Ines :-)

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einer im andern das sehen und ehren zu lernen,
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